Freie Szene

Frei//Sein (Uraufführung)

Eine Theaterperformance über Freiheit.

motiv_freisein

Absolute Freiheit – ist das erstrebenswert? Wo wird unsere persönliche Freiheit eingeschränkt: durch Gesetze, durch die Freiheit unserer Mitmenschen, durch mangelnde Mittel oder durch unseren sozialen Background? Wo und wie schränken wir die Freiheit anderer ein? Und gehört diese Einschränkung zu einem sozialen Miteinander nun mal dazu?

Drei Spielerinnen untersuchen ihre Freiheitsdefnitionen. In kleiner und größer werdenden Räumen werden sie zu Spielfguren, die von den Zuschauer*innen gesteuert ihren Einflussbereich vergrößern oder verkleinern. Ein Spiel um Macht und Freiheit entfaltet sich, in dem das Publikum immer wieder neu entscheidet, ob die Handlungen auf und vor der Bühne Freiheit einschränken oder neue Räume eröffnen. Die Performer*innen kämpfen mit Worten und vollem Körpereinsatz um die Freiheit ihres Spiels und geben den Zuschauer*innen die Möglichkeit, ihre Freiheit auszuleben. Wer gewinnt und wer fliegt raus?

Wir stellen Systeme in Frage: Das System der parlamentarischen Demokratie genauso wie das System des subventionierten Intendantentheaters. Wir hinterfragen Strukturen und arbeiten uns an ihnen ab, um am Ende einen Moment absoluter Freiheit zu erleben. Gemeinsam mit unseren Zuschauer*innen. Vor und auf der Bühne. Nackt und angezogen. Laut und leise. Hauptsache frei.

mit: Kübra Sekin, Charis Nass, Nadja Duesterberg
Regie: Miriam Michel
Produktionsleitung: Katja Winke
Musik: Öğünç Kardelen
Ausstattung: Maurice Dominic Angrés
Licht/Technik: Peter Behle, Jan Wiesbrock
Assistenz: Deborah Krönung

Foto: Robin Junicke

c.t.201 in Kooperation mit dorisdean

Kein einziger Begriff – eine chaotische Annäherung

Europefiction Abschlussperformance KJT Dortmund 2019

europefiction Ensemble © Birgit Hupfeld

Werkschau im Rahmen von europefiction

Unter dem Jahresthema „Identität“ starteten mit dieser Spielzeit die internationalen Tandems ihre Arbeit. Unseren Partner „La Transplanisphere“ in der Nähe von Paris, haben wir im Januar besucht und an unserem Städtethema „Vernunft“ gearbeitet. Was ist Vernunft und gibt es eine universelle Vernunft? Ist Klimaschutz vernünftig? Ist Lügen eine vernünftige politische Strategie? Was wäre eine Alternative? Chaos! Chaos? Die Teilnehmer*innen aus Frankreich und Deutschland setzten sich in Diskussionen, mit künstlerischen Mitteln wie Tanz, Schauspiel und Video, mit diesen Fragen auseinander und entwickeln gemeinsam eine Theater-Performance.

europefiction Ensemble © Birgit Hupfeld

Regie: Miriam Michel; Theaterpädagogik: Lisa Maria Heigl; Assistenz: Robin Frank; Dramaturgie: Lioba Sombetzki

„Wer bin ich?“

Projekt mit Schüler*innen am Theater Essen

Wer bin ich? Hast Du dich das jemals gefragt? Oder vielleicht sowas wie: Warum gefällt mir eine bestimmte Kleidung? Oder wem versuche ich eigentlich zu gefallen? Wie soll mein Körper geformt sein? Ist es gefährlich „anders“ zu sein? Körper- und Persönlichkeitsmerkmale sind oft (komplex) miteinander verknüpft. Sie bilden also Knotenpunkte, die wir uns ansehen, die wir in Bewegung gießen. Und das mal flirrend, mal entschieden, mal verwaschen oder glasklar. Wir stellen uns der Herausforderung, dass unsere Körper eine ganze Tanzperformance gestalten. Leitung: Janis Heldmann, Miriam Michel, Marguerite Windblut

2019_01_26_Vorbericht zu WER BIN ICH_WAZ-NRZ

TIPP 4: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-lokalzeit-ruhr-2202.html

DER FREIE FALL 

Skatehalle Dortmund – August 2018 – in Zusammenarbeit mit Vier.D

Eine interdisziplinäre Performance

Sind wir sicher? Was ist Sicherheit? Waren wir je sicher?
Wollen wir sicher sein? Wie wird man sicher?
Eine meint, dass Sicherheit im Kopf anfängt.
Eine sagt, Sicherheit beginnt mit Waffengewalt.
Mit Sicherheit, ein gutes Gefühl.
Sicherheit als Wirtschaftszweig.
Doch Garantie gibt uns keiner
Auch nicht der Präsident, leider.
Sicher ist nur, wer dazugehört.
Sie meine Damen und Herren, Kinder, Alte,
Behinderte, LGBTQs, Geflüchtete, Hungernde,
Singende, Sprechende, Tanzende, Liebende,
Sich-Verweigernde, Sie gehören hier her.
Das heißt: Bei uns sind sie sicher.
Wie lange wird das noch gehen?
Mit den offenen Grenzen, den offenen Türen?
Ich schließe zwei mal ab: Meine Haustür und mein Herz.

DER FREIE FALL ist eine interdisziplinäre Theaterperformance, die Schauspiel, Tanz, Musik, Videokunst und Objektdesign zu einem Kaleidoskop der Möglichkeiten verbindet – in DER FREIE FALL treffen diese Disziplinen in einer poetischen Reflexion über Sicherheit und Gefahr aufeinander. Ort der Zusammenkunft ist die Skatehalle am Dietrich-Keuning-Haus in der Dortmunder Nordstadt. In diesem Raum der Möglichkeiten experimentieren Tänzer*innen, Musiker*innen und Schauspieler*innen zu den Themen Sicherheit, Risiko, Liebe, Krieg und Frieden. Auf und entlang der Skaterampen testen die Akteur*innen ihre eigene Sicherheit und deren Fragilität.

Steht die Gesellschaft eigentlich vor dem Absturz? Oder ist sie längst mitten drin? Oder ist der Absturz nur ein Mythos, um die Bevölkerung gefügig zu halten?

DER FREIE FALL setzt sich mit der Balance von Sicherheitsbedürfnis und Risikobereitschaft auseinander. Wenn sich die Gesellschaft im freien Fall befindet – wie schlägt sie am Ende auf? Welchen Einfluss können wir noch auf den Aufprall nehmen? Und wie empfindet man Sicherheit beim Fallen?

KÜNSTLER*INNEN
Birgit Götz (Konzept und Choreografie)
Miriam Michel (Regie und Dramaturgie)
Thorsten Bihegue (Leitung Sprechchor)
Sabine Gorski (Grafiken, Kostüme und Bühnenbild)
Reimar de la Chevallerie (Video)
Luce Bertermann (Komposition und Saiten)
Laura Gebauer (Gesang und Akkordeon)
Thomas Kemper (Schauspiel)
Dixon Ra (Saxophon)
Fabian Teusch (Parkour)
Aladji Touré (Djembe & Percussion)
Sindy Tscherrig (Physical Theatre)
Lin Verleger (Tanz)

See Translation – basierend auf der Poesie von YE MIMI (Taiwan)

See Translation Flyer

Was passiert, wenn ich etwas übersetze von dem ich gar nicht weiß, was es bedeutet? Poesie,  Traumwelt der Gedichte, lässt – durch ihre Kürze und Konzentration auf etwas Wesentliches –  Freiraum. Was liegt zwischen Traum und Realität und uns? Lyrik als Wahrheitsträgerin. Lyrik als Ausdruck eines Protestes gegen die Vereinsamung. Poesie aus einer Welt die nicht zugänglich ist. Dennoch gibt es Transformationswege, die Poesie erfahrbar zu machen. Lyrik im Spannungsfeld zwischen Mißverstehen und Anpassungsmethoden.

Die multimediale Performance „See translation“ versucht  diesen Freiraum begehbar zu machen.   Ein Übersetzungs-Experiment.

plakat_web700x1000pixelVon und mit: Miriam Michel und Julie Stearns
Spieler: Alex Kupsch, Alexandra Yoko Hagino
Bühnenbild, Installation, Grafik und Animation von: Yuxing Li
gefördert durch: die Stadt Bochum und das Kulturhaus Thealozzi

Uraufführung März 2016

————————————————————————–

Mehr Ich!

revolutioniert Ihre Persönlichkeit, optimiert Ihre Fähigkeiten und multipliziert Ihre Talente. Mehr Ich! das ist der virtuelle Spaziergang durch Ihre Seelenlandschaft. Erwerben Sie Mehr Ich! ab dem 26.11.2008! Mehr Ich! Wird Ihre Persönlichkeit verändern: Die Szenerie wechselt ebenso rasend, wie die Persönlichkeiten der Figuren.Sie bewegen sich mit den Akteuren durch die Stadt Köln: zu Fuß oder im Auto. Sie zu aussergewöhnlichen Individuen, dissoziierte Identitäten. Sie folgen Marie, Daniel und Pete auf eine Stadt-Odyssee durch die Nacht.
Wer ist Ich? Wer sind WIR und wie viele? Was ist virtuell, was Realität oder virtuelle Realität? Wohin führt die Sehnsucht nach Multiplizität der Persönlichkeit in der modernen Gesellschaft?
Die neueste goltz+silber Produktion verbindet die Erlebniswelt von Menschen mit dissoziativer Identitätsstörung und heutigen Persönlichkeitstrends. Wir wagen einen durchdringenden Blick auf das Ich in der Moderne: wie Viel ist Mehr Ich!

Premiere: 26.November 2008 Plankgasse 11, Köln-Hansaviertel, 20.00 Uhr
Premiere Theater Hagen: 03.12.08

Mit: Lisa Sommerfeldt, Jesse Inman, Roland Silbernagl
Cello: Katharina Apel / Krasimira Kostova
Regie: Miriam Michel
Bühne/Kostüm: Fabienne Müller
Dramaturgie: Anna Groos

http://www.goltzundsilber.de

————————————————————————————

Heimat 20.10 –

Uraufführung von Christina Kühnreich im Rahmen des Kulturfestival STUMMER SCHREI  – Zillertal, Österreich 2010.

http://www.stummerschrei.at/

Gabriele: Ohne Heimat ist man wie Staub im Wind.

Hans Peter: Heimat ist links.

Alexander: In meinem Herzen und in meiner Lunge.

Heidi: Heimat ist in den Abdrücken meiner Füße.

Gebi: Heimat tut weh.

Gabriele: Heimat verschnauft und lockert mich.

Dana: Aber ich verliere Heimat auch manchmal.

Alexander: Ich gehe los und finde mich irgendwo wieder, wo ich gar nicht ankommen wollte.

Hans Peter: Ich gehe über Wiesen und Felder, obwohl ich zu Hause sitze.

Heidi: Verständnis. Das geht vom Kopf ins Herz und zurück.

Gebi: Hoch über mir steht Heimat in den Himmel geschrieben.

Hans Peter: Heimat tut weh.

Dana: Und ich bin neidisch auf die Heimat von anderen.

Gebi: Heimat atmet in mein Blut hinein.