Performance (and) Art

Darkness is just the absence of light: Hörstück | Miriam Michel, Rasmus Nordholt-Frieling |

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Are you afraid of the Dark? Nein? Gut! Miriam Michel auch nicht. In assoziativen Ketten, mit dem Spiel zweier Sprachen und der poetischen Gegenüberstellung von Darkness und Brightness nimmt sie uns mit: von Weisheit bis Dunkelheit, von Stillstand bis Aktivismus, von der Gebärmutter bis zum Tod. Zusammen mit dem Soundkünstler Rasmus Nordholt-Frieling entsteht aus dem Text von Miriam Michel ein Hörstück.
Der Text Darkness is just the absence of light – Ein Plädoyer für die Dunkelheitentstand für das WORD.-Magazin #5 – Dark Magic und feiert mit der Premiere des Hörstücks das Release der neuen Ausgabe.
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Are you afraid of the Dark? No? Good! Neither is Miriam Michel. In associative chains, with the play of two languages and the poetic juxtaposition of darkness and brightness, she takes us along: from wisdom to darkness, from standstill to activism, from the womb to death. Together with the sound artist Rasmus Nordholt-Frieling, a radio play is created from Miriam Michel’s text. 
The text Darkness is just the absence of light – A plea for darkness was written for WORD. magazine #5 – Dark Magic and celebrates the release of the new issue with the premiere of the radio play.
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07.09. – 12.09.2021 FRÄULEIN NETTE UNTERWEGS

Aufführungswoche: Brakel; Bad Driburg; Nottbeck; Paderborn/Wewer; Münster; Havixbeck;

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»Die Verwandtenbesuche hingen aneinander wie ein Kälbergekröse«, beschwerte sich Annette von Droste-Hülshoff über ihre Reisen zur Verwandtschaft ins Ostwestfälische. Und nicht nur die Besuche selbst waren zäh auch die Reisen waren lang und aufreibend.
In ihrem Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer beschreibt Karen Duve neben den beschwerlichen Reisen auch die »Jugendkatastrophe« der Droste: Bei einem Besuch auf dem Bökerhof stolpert die junge Dichterin über eine Intrige, die ihr von zwei ihr nahestehenden Männern gestellt wird – und fällt tief.
Die Moral von der Geschicht – das Leben ist, nun ja, kein Ponyhof? Das wollen wir nicht so stehen lassen und gehen zurück an den Schauplatz des Geschehens. Karen Duve und Bettina Bruns reiten im August Droste-Hülshoff hinterher: Mit zwei PS geht es über holprige Feldwege, vorbei an Biohöfen, Tankstellen und Stadtrandsiedlungen. Hindernisse, Umwege, zufällige Wegbekanntschaften und Instagram-Selfies inklusive. Alles nachzuhören im Podcast zum Ritt.

Fräulein Nette unterwegs

Vom 7. bis zum 12. September geht die Reise dann zurück und wir alle können dabei sein. Zusammen mit weiteren Künstler*innen machen wir an den Romanschauplätzen entlang des Weges Halt. Dabei erfahren wir durch Musik, Lesungen und Performances, was Reiten, Reisen und Schreiben miteinander zu tun haben und warum Annette von Droste-Hülshoff Kutschfahrten hasste. Also, Reitstiefel an und raus in die westfälische Kultur-Landschaft!
Am 7. September sind Karen Duve und Bettina Bruns mit Songs und Texten von und über Annette von Droste-Hülshoff zu Gast auf dem Bökerhof in Brakel und sprechen über ihre Erfahrungen auf dem Ritt.
Am 8. September geben wir mit Nachwuchsmusiker*innen ein Konzert im Kurpark von Bad Driburg und tauchen ein in Briefe, die Annette von Droste-Hülshoff schrieb, als sie dort zur Wasserkur war.
Am 9. September öffnet der Park von Schloss Wewer in Paderborn die Tore: Das Literaturbüro OWL hat die Autorinnen Rike Scheffler und Alice Hasters eingeladen, im Freien neue Texte zu Schönheit, Scheitern und Scham zu lesen. Begleitet werden sie von multimedialen Interventionen von Studierenden der Universität Paderborn.
Am 10. September dreht sich im Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde alles um Pferde und Literatur: Walter Gödden spricht anlässlich der Ausstellung vor Ort über die Immenhof-Romane, über Reiten im Wandel der Zeiten. Karen Duve erzählt von ihren Erlebnissen zu Pferde und liest eine Kurzgeschichte.
Am 11. September hat im Westfälischen Pferde- museum in Münster die Dokumentation »Fräulein Nette unterwegs« Premiere: Ein Filmteam hat Karen Duve und Bettina Bruns einen Tag auf ihrem Ritt begleitet und nun können wir Reiselust und Reisefrust zu Pferde noch einmal hautnah miter- leben.
Am 12. September kommen wir um 17 Uhr zum rauschenden Abschluss wieder auf Burg Hülshoff an, wo uns House of [blænk] und dorisdean mit einem Programm zu Vergebung und Selbstvergebung erwarten. Von Scham und Schuld erlöst können wir so die Mühen der Reise hinter uns lassen.

SCHLAFSTÄTTEN von Michel-Nordholt SCHAUBÜDCHEN BOCHUM

Michel-Nordholt zeigen ihre audio-visuelle Arbeit »Schlafstätten«, ein Sprach- und Bildarchiv von Schlafstätten außerhalb der eigenen Wohnung, gesammelt von Miriam Michel über 10 Jahre. Sie zeigt und spricht ihr Archiv, Rasmus Nordholt-Frieling bettet die Geschichten in Musik und Sound. Gemeinsam erzählen sie so eine Chronik des 21. Jahrhunderts.

Konzept, Fotografie, Text: Miriam Michel; Aufnahme, Komposition, Sounddesign: Rasmus Nordholt-Frieling; Design Benutzer*innenoberfläche: Birk-André Hildebrandt

TaNDemParadise / Desperate Times Residenz in Nijmegen/Münster Ausstellung im März 2021 Hawerkamp Münster 13./14. März 2021 bis 21. März 2021

The Dutch-German Exchange Program taNDem brought artists Anja Kreysing (sound artist/experimental filmmaker), Krista Burger (visual artist), Miriam Michel (collage maker/performance artist) and Mirka Farabegoli (visual artist) together to work on the subject of paradise/desperate times. During two residencies in Nijmegen and Münster they did artistic research in the surrounding environment and nature. Setting up their own art space – a contractor´s shed – on disused industrial land created the possibility of independent work hours and free space. There they took photographs and sound recordings. The four female artists created collages, drawings, paintings, prints, audio diaries and experimental videos, all of which will be shown in the exhibition they created for Hawerkamp in Münster from the 12th of March until the 21st of March 2021. Within the art works, Geborgenheit overlaps with anarchy, shelter with the myth of owning nothing and homelessness, XXL-sweatshirt-safety with Fender-Stratocaster-findings. The four artists contextualize their own desires, needs and fears.

Hier gibt es unseren Paradise Podcast!

SHADOW MASTER – Eine installative Performance mit Livestream einer Ausstellung: 13. und 14. Februar 2021 Pantoffelfabrik Bochum


Ich habe mich selbst an sieben Tage mit einer Videokamera gefilmt. Wie ich sitze, stehe, spreche, lese und schweige und dabei immer wieder ein Lied:“Garden” von Pearl Jam laufen lasse. Die Laufzeit der Video-Performance wird durch die Laufzeit des Liedes begrenzt, so wie die Zeitlichkeit der Pandemie begrenzt zu sein scheint und gleichzeitig mich begrenzt in der Ausübung meiner Kunst.7 mal, wie die Erschaffung der Welt in 7 Tagen.


„The direction of the eye, so misleading The deflection of the soul, nauseously quick I don´t question our existence I just question our modern needs“
Das Lied selbst bezieht sich auf meine Sehnsucht, einen Garten zu besitzen und dort performativ die Landschaft zu gestalten oder allein lassen zu können. Es bezieht sich auch auf die Unmöglichkeit Wahrnehmung zu synchronisieren. Die Ausstellung wird in Einheiten von 15 Minuten für jeweils eine Performerin geöffnet, die ich per Postkarte als Teilnehmer*in eingeladen habe. Sie kann in den 15 Minuten alles tun was sie will, was den Regeln eines Galeriebesuches entspricht und wird auf dem Livestream dabei sichtbar für ein unsichtbares Publikum.


Nur eine Sache ist nicht möglich:die Videos zu sehen. Sie bleiben, wie z.B. Viren für unser Auge unsichtbar. Es stellt sich für mich in dieser Arbeit so etwas wie eine „Glaubensfrage”, also ob die Performerinnen, die Besucher*innen darstellen, mir „glauben”, bzw.vertrauen, dass das, was sie da gezeigt bekommen, bzw. sehen, wirklich ein Kunstwerk ist; ob die Videos wirklich da sind, obwohl sie nicht abgespielt werden können. Und gleichermaßen stellt sich die Frage: Ist das eine Performance-Arbeit? Eine Video-Arbeit? Eine visuelleArbeit? Und welche Bedeutung hat das Gesehen werden über Live-stream darin?
Es bleibt für mich am Ende die Auseinandersetzung damit, wie wir Kunst sehen wollen, jetztund in der Zukunft. Wohin führt uns die Erkenntnis der Pandemie, dass es ein tiefesBedürfnis nach Zeigen und Sehen sowie räumlich anwesendem Publikum gibt? Wie gehenwir damit um, dass wir als Künstler*innen unsere Produktion und Kreativität oft in denKontext des Machbaren und Sichtbaren stellen? Was passiert wenn wir das „Nicht-Machbare” beim Wort nehmen? Dann ist die Performance passiert, aber sie ist eben nichterreichbar. Bleibt es dann Kunst? Bin ich noch Künstlerin, wenn meine Video-Arbeitunsichtbar bleibt? Und wie gehen wir damit um, dass wir im Jahr 2020 pandemiebedingt soviele Aufführungen und Konzerte, Ausstellungen und Lesungen etc. nicht haben sehenkönnen, obwohl sie schon konzipiert waren. Reicht es etwas zu erdenken, damit es in derWelt ist? Kann Kunst, wie ein Garten, für sich existieren und ein Ort sein der einfach vorhanden ist. Ein Ort, der seine eigene Performativität hat, auch ohne, dass jemand vor Ort ist.Ist es alleine die Möglichkeit eines Besuchs, eines Verweilens die wichtig ist?


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GEFÖRDERT DURCH Auszeichnung „BEGRENZT – ENTGRENZTZEIT FÜR EINE ZEITENWENDE?“ der KUNSTSTIFTUNG NRW

IM SPIEGEL EIN KLEID DER FASCHISTEN
Solotanzperformance von Miriam Michel

Ein Kleid, von osteuropäischen Näherinnen geschneidert.
Ein Kleid, von Faschisten designt, zur Befreiung des weiblichen Körpers.
Ein Lied, von einem osteuropäischen Komponisten erdacht und niedergeschrieben.
Ein Lied, von Hollywood benutzt und beschmutzt.
Dinge, gefunden vor Ort.
Eine Künstlerin, die all das versucht zu verbinden.
Eine Stunde, in der Menschen dabei zuschauen.
Keine Antwort. Nur Versuch.

KleineMenschenLachen – Das versteckte Zimmer

Eine interaktive Forschungstheater-Produktion für Menschen ab 4 Jahren

Das Stück

Wo sitzt eigentlich das Lachen in deinem Körper? Tief im Mund? Unten im Bauch? Oder irgendwo dazwischen? Diese und andere Fragen haben uns bei unseren Forschungen mit Kindern in der Essener Kita Hemsingskotten umgetrieben. Und es gab natürlich auch Antworten, die wir mit Zeichnungen und Tonbandaufnahmen festgehalten haben. Sicht- und hörbar tauchen sie in der Performance wieder auf. Weitere Ergebnisse finden sich in einem Buch: Es enthält 15 Kapitel – jedes bunt gefüllt mit Erinnerungen aus der Forschungszeit. Welche dieser Kapitel von der Performerin Miriam Michel aufgeschlagen werden, entscheidet das Publikum bei der Vorstellung selbst. So erschafft „KleineMenschenLachen“ immer wieder neue (Forschungs-)Momente und füllt Miriams Buch weiter.

„Forschungstheater“ als Methode der Stückerarbeitung kombiniert theaterpädagogische, künstlerische und wissenschaftliche Ansätze – eine ideale Ergänzung in unserer Reihe „Das versteckte Zimmer“.

Performance: Miriam Michel
Konzept: Esther Aust, Miriam Michel, Marguerite Windblut
Konzeptionelle Begleitung: Renate Breitig, Maura Meyer
Ausstattung: Anne Koltermann

In Kooperation mit TUKI Berlin.

 Perle oder Schwein? Eine Fortsetzung oder ein Nachspiel. – Zeche 1 Bochum 2017

Soloperformance von Miriam Michel mit drei biologischen Männern

Miriam Michel hat sie gefunden, Männer um Kunst zu produzieren. Marcel und Lin, ein Videokünstler und ein Tänzer. Gemeinsam wird sie mit Christopher dem Pianisten über die Suche und das Finden berichten. Seit November 2016 war sie auf der Suche nach einem Tänzer, der mit ihr die Frage nach dem abgefilmten Körper erörtert. Erst in einer Begegenung im August 2017 wurde sie fündig. Das Casting in der Zeche 1 war nur der Anfang, jetzt kommt die Vorstellung des Mannes, mit dem Miriam sich auf die Bühne begibt, mit dem sie die Performances ihres Lebens kreieren wird. Alles wird von Marcel gefilmt und live übertragen. Es ist eine Fortsetzung, wie in Hollywood. Aber auch ein Nachspiel, wie auf dem Theater.

Mit: Lin Verleger, Marcel Nascimiento, Christopher Bruckman und Miriam Michel

Idee, Konzept: Miriam Michel; Video: Marcel Nascimiento

 Systematische Besetzung: how to cast pearls before swine

Ein offenes Casting. Ein Pianist der den Chopin Wettbewerb vor zehn Jahren nicht gewann. Eine Arbeitsabmachung die im elektronischen Schweigen eines Videokünstlers verendet. Die Suche nach Kollaboration, Videokünstlern und Tänzern. Die Suche nach der eigenen Stimme, nach dem Schmerz und der Schönheit und die Sehnsucht nach guten Musicals für erfahrene Performer*innen.

Idee, Konzept: Miriam Michel

Mit: Christopher Bruckman, Miriam Michel, Marcel do Nascimento

Zeche 1 – November 2016