Vita

Miriam Michel wurde 1979 in Saarbrücken geboren. Nach dem erfolgreichen Magister-Studium der Theaterwissenschaft/Amerikanistik/Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität zu Mainz, lernte sie das Regiefach unter anderem von Ulrich Greb, dem sie am Schlosstheater Moers zwei Jahre als Assistentin zur Seite stand. Seit 2005 arbeitet sie als Regisseurin, Dramaturgin und Spielleiterin. Sie entwickelte Projekte am Nationaltheater Luxembourg, nahm am Forum-Freien-Theater Düsseldorf an verschiedenen Projekten teil und brachte 2010 – im Rahmen des Kulturfestivals Stummer Schrei – das Stück „Heimat 20.10“ zur Uraufführung. Während der Salzburger Festspiele 2011 nahm sie an „The Dinner Club“ der schwedischen Performance Gruppe Poste Restante als Performerin teil. Sie war als Dramaturgin an der Opernschule Stuttgart beschäftigt und arbeitete als Produktionsleiterin u.a. für die Ruhrtriennale und die Salzburger Festspiele. Miriam Michel hat mit Luzie Maroscheck (Laufnähe Films) zwei Dokumentarfilme kreiert und unter anderem für den WDR die Dokumenation „Ein halbes Jahrhundert Springmaus Theater“, als Junior Producerin/Autorin produziert.
Von 2011 bis 2014 war sie festangestellte Dramaturgin und Regisseurin am lutzhagen, der Kinder- und Jugendtheatersparte des theaterhagen, wo sie auch Leiterin der Jugendclubs war.
Nach der Neubesetzung 2011, entwickelte sie mit dem post-inklusiven performance kollektiv dorisdean interaktive und frontale Performances über Stigma, Körperbehinderung, Repräsentation des Selbst und wirkt dort auch als Performerin mit. Im Juni 2015 war dorisdean mit der Uraufführung “Haltung, bitte.” zu Gast beim mixed-abled Tanzfestival “Farben des Tanzes” am balletthagen. Im Jahr 2016 hat sie mit dorisdean den Jury-Preis des Favoriten Theaterfestivals gewonnen. Mit dorisdean folgten viele Gastspiele, u.a. in Berlin beim NO LIMITS INTERNATIONAL FESTIVAL. Für die Jahre 2020-2022 erhalten dorisdean die Konzeptionsförderung des Landes NRW.
Seit 2015 arbeitete Miriam Michel wieder freiberuflich u.a. als Leitung der pottfiction Gruppe Hagen, Regisseurin am lutzhagen und Consol Theater Gelsenkirchen, sowie als Dramaturgin für Musiktheater und Musical. In der Spielzeit 2016/17 entwickelte und inszenierte sie mit Charis und Doris Nass ihre erste Forschungsperformance: „Weltentöchter“ an den Landungsbrücken Frankfurt. Für die Produktion „Tosca“ am theaterhagen und in Morgan Nardis Produktion „Pornotopia“ am Forum-Freies-Theater Düsseldorf übernahm sie die Dramatrugie.
In der Spielzeit 2017/18 entwickelte Miriam Michel mit dorisdean die Spielshow-Peformance „Es tut uns leid, Margarete.“, spielte mit dem Kollektiv am Schauspielhaus Bochum in „Melancholia“ und arbeitete am Schauspiel Essen als Performerin in der Theaterperformance „KleineMenschenLachen“ für Kinder ab vier Jahren. Seit 2015 erstellt sie vermehrt Solo-Performances und Videoarbeiten und arbeitet an Object-trouvé-Collagen.
Für zwei Spielzeiten war Miriam Michel zusammen mit der Theaterpädagogin Lisa Heigl künstlerische Leitung der Städtegruppe Pottfiction/Europefiction am KJT Dortmund. Sie arbeitete als freie Dozentin am Institut für Theaterwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum und seit Sommersemester 2018 unterrichtet Miriam Michel an der Folkwang Universität der Künste. Im selben Jahr hat sie als Regisseurin in der Produktion „Der Freie Fall“ des Produktionskollektives `Vier D‘, die Sprechszenen inszeniert und war an der Gesamtleitung beteiligt. Als Regisseurin arbeitet sie derzeit u.a. am Schauspiel Essen, am Theater Münster und Orangerie Theater Köln. Am Center for Literature Burg Hülshoff in Münster ist sie als Performerin/Regisseurin/Kunstvermittlerin (zusammen mit Rasmus Nordholt-Frieling) engagiert. Derzeit beendet Miriam Michel an der Ruhr Universität Bochum ihren Master of Arts in Szenische Forschung. Mit der Impromptu-Dissapearing-Song-Band „Christopher Bruckman und die Busen verschiedener Frauen“ spielt sie freie Konzert und tritt als Interpretin von Lieder/Kompositionen von Annette von Droste Hülshoff auf.  Miriam Michel lebt in Bochum.