Performance (and) Art

TaNDemParadise / Desperate Times Residenz in Nijmegen/Münster Ausstellung im März 2021 Hawerkamp Münster 13./14. März 2021 bis 21. März 2021

The Dutch-German Exchange Program taNDem brought artists Anja Kreysing (sound artist/experimental filmmaker), Krista Burger (visual artist), Miriam Michel (collage maker/performance artist) and Mirka Farabegoli (visual artist) together to work on the subject of paradise/desperate times. During two residencies in Nijmegen and Münster they did artistic research in the surrounding environment and nature. Setting up their own art space – a contractor´s shed – on disused industrial land created the possibility of independent work hours and free space. There they took photographs and sound recordings. The four female artists created collages, drawings, paintings, prints, audio diaries and experimental videos, all of which will be shown in the exhibition they created for Hawerkamp in Münster from the 12th of March until the 21st of March 2021. Within the art works, Geborgenheit overlaps with anarchy, shelter with the myth of owning nothing and homelessness, XXL-sweatshirt-safety with Fender-Stratocaster-findings. The four artists contextualize their own desires, needs and fears.

Hier gibt es unseren Paradise Podcast!

SHADOW MASTER – Eine installative Performance mit Livestream einer Ausstellung: 13. und 14. Februar 2021 Pantoffelfabrik Bochum


Ich habe mich selbst an sieben Tage mit einer Videokamera gefilmt. Wie ich sitze, stehe, spreche, lese und schweige und dabei immer wieder ein Lied:“Garden” von Pearl Jam laufen lasse. Die Laufzeit der Video-Performance wird durch die Laufzeit des Liedes begrenzt, so wie die Zeitlichkeit der Pandemie begrenzt zu sein scheint und gleichzeitig mich begrenzt in der Ausübung meiner Kunst.7 mal, wie die Erschaffung der Welt in 7 Tagen.


„The direction of the eye, so misleading The deflection of the soul, nauseously quick I don´t question our existence I just question our modern needs“
Das Lied selbst bezieht sich auf meine Sehnsucht, einen Garten zu besitzen und dort performativ die Landschaft zu gestalten oder allein lassen zu können. Es bezieht sich auch auf die Unmöglichkeit Wahrnehmung zu synchronisieren. Die Ausstellung wird in Einheiten von 15 Minuten für jeweils eine Performerin geöffnet, die ich per Postkarte als Teilnehmer*in eingeladen habe. Sie kann in den 15 Minuten alles tun was sie will, was den Regeln eines Galeriebesuches entspricht und wird auf dem Livestream dabei sichtbar für ein unsichtbares Publikum.


Nur eine Sache ist nicht möglich:die Videos zu sehen. Sie bleiben, wie z.B. Viren für unser Auge unsichtbar. Es stellt sich für mich in dieser Arbeit so etwas wie eine „Glaubensfrage”, also ob die Performerinnen, die Besucher*innen darstellen, mir „glauben”, bzw.vertrauen, dass das, was sie da gezeigt bekommen, bzw. sehen, wirklich ein Kunstwerk ist; ob die Videos wirklich da sind, obwohl sie nicht abgespielt werden können. Und gleichermaßen stellt sich die Frage: Ist das eine Performance-Arbeit? Eine Video-Arbeit? Eine visuelleArbeit? Und welche Bedeutung hat das Gesehen werden über Live-stream darin?
Es bleibt für mich am Ende die Auseinandersetzung damit, wie wir Kunst sehen wollen, jetztund in der Zukunft. Wohin führt uns die Erkenntnis der Pandemie, dass es ein tiefesBedürfnis nach Zeigen und Sehen sowie räumlich anwesendem Publikum gibt? Wie gehenwir damit um, dass wir als Künstler*innen unsere Produktion und Kreativität oft in denKontext des Machbaren und Sichtbaren stellen? Was passiert wenn wir das „Nicht-Machbare” beim Wort nehmen? Dann ist die Performance passiert, aber sie ist eben nichterreichbar. Bleibt es dann Kunst? Bin ich noch Künstlerin, wenn meine Video-Arbeitunsichtbar bleibt? Und wie gehen wir damit um, dass wir im Jahr 2020 pandemiebedingt soviele Aufführungen und Konzerte, Ausstellungen und Lesungen etc. nicht haben sehenkönnen, obwohl sie schon konzipiert waren. Reicht es etwas zu erdenken, damit es in derWelt ist? Kann Kunst, wie ein Garten, für sich existieren und ein Ort sein der einfach vorhanden ist. Ein Ort, der seine eigene Performativität hat, auch ohne, dass jemand vor Ort ist.Ist es alleine die Möglichkeit eines Besuchs, eines Verweilens die wichtig ist?


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GEFÖRDERT DURCH Auszeichnung „BEGRENZT – ENTGRENZTZEIT FÜR EINE ZEITENWENDE?“ der KUNSTSTIFTUNG NRW

IM SPIEGEL EIN KLEID DER FASCHISTEN
Solotanzperformance von Miriam Michel

Ein Kleid, von osteuropäischen Näherinnen geschneidert.
Ein Kleid, von Faschisten designt, zur Befreiung des weiblichen Körpers.
Ein Lied, von einem osteuropäischen Komponisten erdacht und niedergeschrieben.
Ein Lied, von Hollywood benutzt und beschmutzt.
Dinge, gefunden vor Ort.
Eine Künstlerin, die all das versucht zu verbinden.
Eine Stunde, in der Menschen dabei zuschauen.
Keine Antwort. Nur Versuch.

KleineMenschenLachen – Das versteckte Zimmer

Eine interaktive Forschungstheater-Produktion für Menschen ab 4 Jahren

Das Stück

Wo sitzt eigentlich das Lachen in deinem Körper? Tief im Mund? Unten im Bauch? Oder irgendwo dazwischen? Diese und andere Fragen haben uns bei unseren Forschungen mit Kindern in der Essener Kita Hemsingskotten umgetrieben. Und es gab natürlich auch Antworten, die wir mit Zeichnungen und Tonbandaufnahmen festgehalten haben. Sicht- und hörbar tauchen sie in der Performance wieder auf. Weitere Ergebnisse finden sich in einem Buch: Es enthält 15 Kapitel – jedes bunt gefüllt mit Erinnerungen aus der Forschungszeit. Welche dieser Kapitel von der Performerin Miriam Michel aufgeschlagen werden, entscheidet das Publikum bei der Vorstellung selbst. So erschafft „KleineMenschenLachen“ immer wieder neue (Forschungs-)Momente und füllt Miriams Buch weiter.

„Forschungstheater“ als Methode der Stückerarbeitung kombiniert theaterpädagogische, künstlerische und wissenschaftliche Ansätze – eine ideale Ergänzung in unserer Reihe „Das versteckte Zimmer“.

Performance: Miriam Michel
Konzept: Esther Aust, Miriam Michel, Marguerite Windblut
Konzeptionelle Begleitung: Renate Breitig, Maura Meyer
Ausstattung: Anne Koltermann

In Kooperation mit TUKI Berlin.

 Perle oder Schwein? Eine Fortsetzung oder ein Nachspiel. – Zeche 1 Bochum 2017

Soloperformance von Miriam Michel mit drei biologischen Männern

Miriam Michel hat sie gefunden, Männer um Kunst zu produzieren. Marcel und Lin, ein Videokünstler und ein Tänzer. Gemeinsam wird sie mit Christopher dem Pianisten über die Suche und das Finden berichten. Seit November 2016 war sie auf der Suche nach einem Tänzer, der mit ihr die Frage nach dem abgefilmten Körper erörtert. Erst in einer Begegenung im August 2017 wurde sie fündig. Das Casting in der Zeche 1 war nur der Anfang, jetzt kommt die Vorstellung des Mannes, mit dem Miriam sich auf die Bühne begibt, mit dem sie die Performances ihres Lebens kreieren wird. Alles wird von Marcel gefilmt und live übertragen. Es ist eine Fortsetzung, wie in Hollywood. Aber auch ein Nachspiel, wie auf dem Theater.

Mit: Lin Verleger, Marcel Nascimiento, Christopher Bruckman und Miriam Michel

Idee, Konzept: Miriam Michel; Video: Marcel Nascimiento

 Systematische Besetzung: how to cast pearls before swine

Ein offenes Casting. Ein Pianist der den Chopin Wettbewerb vor zehn Jahren nicht gewann. Eine Arbeitsabmachung die im elektronischen Schweigen eines Videokünstlers verendet. Die Suche nach Kollaboration, Videokünstlern und Tänzern. Die Suche nach der eigenen Stimme, nach dem Schmerz und der Schönheit und die Sehnsucht nach guten Musicals für erfahrene Performer*innen.

Idee, Konzept: Miriam Michel

Mit: Christopher Bruckman, Miriam Michel, Marcel do Nascimento

Zeche 1 – November 2016